Der Sommer macht grad, was er will,
- es scheint, er denkt, er sei April!
Unentschlossen jeden Tag
er sich nicht entscheiden mag.
Morgens früh die Sonne weckt,
bald darauf sie sich versteckt.
Grau in grau geht es dann weiter,
weit entfernt sieht man es heiter.
Heute Flip-Flops oder Schuh'?
Warme Socken noch dazu?
Mit Jacke oder ärmellos -
was zieh' ich denn an heut' bloß?
Die Magnolie dort im Garten
will auf April nicht länger warten.
Schon wieder sie in Blüte steht,
derweil der Wind nun stärker weht.
Plötzlich Regen, dünn er fällt,
sekundenlang die Sonn' erhellt
Himmel, Dächer, Dorf und Wiesen,
- dann erneutes strömend Gießen.
Nachmittags hört man es grollen,
Wolken sich entladen wollen.
Blitz und Donner überall,
auf den Bergen und im Tal.
Und abends dampfen Nebel dann
aus Wäldern und den Hang hinan.
Ein Schornstein raucht, im Dorf dort unten,
warm soll's sein in den Abendstunden.
Und bevor sie untergeht
zeigt die Sonne, wo sie steht!
Wie ein Hohn: "seht doch bloß her!
Schön, wenn ich da gewesen wär!"